Was ist GHK-Cu?

GHK-Cu ist der Kupferkomplex des Tripeptids Glycyl-L-histidyl-L-lysin (GHK). Dieses Kupferpeptid, auch als Copper Tripeptide-1 bekannt, wird seit den 1970er-Jahren in Modellen zur Wundheilung, Kollagensynthese und Geweberemodellierung untersucht und gehört zu den am häufigsten eingesetzten Peptiden in der kosmetischen Forschung. Diese Seite erklärt, woher GHK-Cu stammt, wie es Kupfer bindet, wofür es erforscht wird und wie Sie im Labor damit umgehen.

Das GHK-Cu-Peptid im Überblick

Das GHK-Cu-Peptid besteht aus zwei Teilen: dem Tripeptid GHK – drei Aminosäuren, nämlich Glycin, Histidin und Lysin – und einem gebundenen Kupfer(II)-Ion. GHK besitzt eine hohe Affinität zu Kupfer; den dabei entstehenden Komplex bezeichnen Forscher als GHK-Cu, Kupferpeptid (Copper Peptide) oder Copper Tripeptide-1.

Im Labor dient GHK-Cu als Modellsubstanz in der Forschung zu Wundheilung, extrazellulärer Matrix und Genexpression. Es ist ein kleines, klar definiertes Molekül und eignet sich daher gut für reproduzierbare Experimente.

  • Vollständiger Name: Kupfer(II)-Komplex von Glycyl-L-histidyl-L-lysin
  • Auch bekannt als: Kupferpeptid, Copper Tripeptide-1, GHK-Cu-Peptid
  • Sequenz: Gly-His-Lys (3 Aminosäuren)
  • Form: lyophilisiertes Pulver; der Kupferkomplex ist blau

Entdeckung und Struktur

GHK wurde 1973 von Loren Pickart erstmals aus menschlichem Plasma isoliert. Mit nur drei Aminosäuren – Glycin, L-Histidin und L-Lysin, in dieser Reihenfolge verknüpft – ist es ein sehr kleines Peptid; daher der chemische Name Glycyl-L-histidyl-L-lysin.

Spätere Untersuchungen berichteten, dass der GHK-Spiegel im Plasma mit dem Alter abnimmt. Diese Beobachtung ist einer der Gründe, warum das Peptid in der Laborforschung bis heute große Aufmerksamkeit erhält.

Wie GHK Kupfer bindet

GHK hat eine hohe Affinität zu Kupfer(II)-Ionen. Treffen beide in Lösung aufeinander, bilden sie einen Komplex: GHK-Cu. Dieser Komplex hat eine charakteristische blaue Farbe, an der sich GHK-Cu leicht erkennen lässt.

Diese Fähigkeit zur Kupferbindung unterscheidet GHK von anderen kleinen Peptiden. Deshalb wird das Peptid häufig in seiner Kupferform als GHK-Cu untersucht – in genau dieser Form liefert es auch Virexa Labs.

Forschungsgebiete

GHK-Cu wurde in einer Vielzahl von Labormodellen untersucht. Die wichtigsten Forschungsgebiete sind:

  • Wundheilungsmodelle – Reparaturprozesse in Zell- und Gewebemodellen
  • Kollagensynthese – Bildung des wichtigsten Strukturproteins des Bindegewebes
  • Glykosaminoglykan-Synthese – Bausteine der extrazellulären Matrix
  • Geweberemodellierung – Ab- und Aufbau der extrazellulären Matrix
  • Genexpression – Veränderungen der Genaktivität, untersucht in Zellmodellen
  • Kosmetische Forschung – eines der am häufigsten eingesetzten Peptide in diesem Bereich

GHK-Cu in Mischungen: Glow 70 und Glow 80

Neben reinem GHK-Cu bietet Virexa Labs zwei Forschungsmischungen mit GHK-Cu als Hauptbestandteil an. Glow 70 kombiniert 50 mg GHK-Cu mit 10 mg BPC-157 und 10 mg TB-500 (insgesamt 70 mg). Glow 80 ergänzt diese Basis um 10 mg KPV (insgesamt 80 mg). Die Mischungen sind für Versuchsaufbauten gedacht, in denen mehrere Peptide gemeinsam untersucht werden.

SNAP-8 wird in der kosmetischen Forschung oft zusammen mit GHK-Cu genannt, ist aber ein anderer Molekültyp: Acetyl Octapeptide-3, ein verlängertes Analogon von Acetyl Hexapeptide-3, das als den SNARE-Komplex modulierendes Peptid untersucht wird. GHK-Cu ist ein kupferbindendes Tripeptid, SNAP-8 ein Octapeptid ohne Kupfer.

  • GHK-Cu: Kupferkomplex des Tripeptids GHK
  • Glow 70: GHK-Cu + BPC-157 + TB-500 (50 + 10 + 10 mg)
  • Glow 80: GHK-Cu + BPC-157 + TB-500 + KPV (50 + 10 + 10 + 10 mg)
  • SNAP-8: Acetyl Octapeptide-3, den SNARE-Komplex modulierendes Peptid

Lagerung, Rekonstitution und Qualität

Lyophilisiertes GHK-Cu bei −20 °C trocken und lichtgeschützt lagern; für kurze Zeit sind 2–8 °C in Ordnung. Zur Rekonstitution wird meist bakteriostatisches Wasser verwendet: langsam an der Wand des Fläschchens entlang zugeben und vorsichtig schwenken – nicht schütteln. Die Lösung bei 2–8 °C aufbewahren, innerhalb von etwa vier Wochen verwenden und wiederholtes Einfrieren und Auftauen vermeiden.

GHK-Cu kaufen für die Forschung? Bei Virexa Labs wird jede Charge per HPLC auf ≥99 % Reinheit und per Massenspektrometrie auf Identität geprüft; das Analysezertifikat (COA) finden Sie auf der Produktseite. Lieferung mit Sendungsverfolgung: 1–2 Werktage nach Belgien, in die Niederlande und nach Deutschland, 2–5 Werktage nach Italien und in die Türkei.

Ergebnisse aus Labormodellen sind kein Nachweis für Wirkungen beim Menschen. GHK-Cu von Virexa Labs ist ein Forschungsreagenz ausschließlich für die In-vitro-Laborforschung – nicht für die Anwendung am Menschen oder in der Tiermedizin.

Kosmetische Forschungspeptide

Häufige Fragen

Wofür steht GHK?

GHK steht für die drei Aminosäuren des Tripeptids: Glycin (G), Histidin (H) und Lysin (K). Der vollständige Name lautet Glycyl-L-histidyl-L-lysin; GHK-Cu ist dessen Kupfer(II)-Komplex.

Ist GHK-Cu dasselbe wie Copper Tripeptide-1?

Ja. Copper Tripeptide-1 ist eine andere Bezeichnung für GHK-Cu, die in der kosmetischen Forschung weit verbreitet ist. Beide bezeichnen den Kupferkomplex von GHK.

Was ist der Unterschied zwischen GHK-Cu und SNAP-8?

GHK-Cu ist ein kupferbindendes Tripeptid. SNAP-8 (Acetyl Octapeptide-3) ist ein Octapeptid ohne Kupfer, ein verlängertes Analogon von Acetyl Hexapeptide-3, das als Modulator des SNARE-Komplexes untersucht wird.

Ist GHK-Cu für die Anwendung am Menschen bestimmt?

Nein. Unser GHK-Cu wird ausschließlich für die Laborforschung verkauft und ist nicht für die Anwendung am Menschen oder in der Tiermedizin bestimmt.

Wie wird GHK-Cu gelagert?

Lyophilisiert bei −20 °C, trocken und dunkel (2–8 °C für kurze Zeit). Nach der Rekonstitution mit bakteriostatischem Wasser bei 2–8 °C aufbewahren, innerhalb von etwa vier Wochen verwenden und wiederholte Einfrier-Auftau-Zyklen vermeiden.